Die Rekordpraktikanten in Wiesbaden und Taunusstein



12.10.2017

In der 44. Kalenderwoche führt sie ihr Roadtrip nach Hessen


Bisher führte ihr Roadtrip Charlotte und Marvin von Hamburg nach Nordrhein-Westfalen
und weiter über Berlin bis nach Sachsen. In der 44. Kalenderwoche erreichen sie Wiesbaden und Taunusstein.

Dort erwarten sie Praktika in den Berufen Metallbauer/in und Zerspanungsmechaniker/in. Welche Betriebe dort auf Charlotte und Marvin warten, ist für die beiden noch eine Überraschung.

Die 20-jährige Charlotte und der 19-jährige Marvin haben seit dem 1. August in neun Bundesländern 23 Kurzpraktika in unterschiedlichen Handwerksberufen absolviert, unter anderem beim Bootsbauer, Zahntechniker und Bestatter. Mehr als 20 Betriebe warten noch auf die beiden. Als „Die Rekordpraktikanten“ sind sie insgesamt fünf Monate auf einem Roadtrip durch Deutschland unterwegs und geben ihren Altersgenossen via Social Media authentische Einblicke in die Welt des Handwerks.

„Ich hatte nach dem Abitur noch keine Idee, was ich beruflich machen möchte“, berichtet Marvin. „Diese Aktion gibt mir die einmalige Gelegenheit, das hautnah herauszufinden.“ Er und Charlotte erleben alle drei Tage einen anderen Beruf an einem anderen Ort. Der Flensburgerin sagen vor allem die filigranen Berufe zu: „Beim Fotografen, Uhrmacher und Sattler hat es mir bisher am besten gefallen.“ Offen und ehrlich gesteht sie auch, dass ihr die körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten im Bau- und Ausbaugewerbe schwerer fallen. „Mein Respekt vor Frauen, die Berufen wie Malerin und Dachdeckerin nachgehen, ist auf jeden Fall gewachsen.“

Beide teilen die Erfahrung, dass sie durch die Aktion schon jetzt viel über sich und ihre beruflichen Interessen erfahren haben. „Das Handwerk ist vielseitiger als ich es mir vorgestellt habe – von vielen Berufen bin ich positiv überrascht, so etwa vom Kamin- und Ofenbauer“, schwärmt Marvin. „Der Beruf ist modern und traditionell zugleich. Er vereint Technik mit viel handwerklichem Geschick. Die Kombination macht mir wirklich Spaß.“

Täglich lassen die „Rekordpraktikanten“ andere junge Menschen über Bilder und Kurzvideos an ihren beruflichen Erfahrungen teilhaben. Mittlerweile haben die beiden auf Facebook mehr als 3.200 und auf
Instagram rund 1.400 Follower. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass uns so viele Menschen folgen“, so Charlotte. „Oft stellen uns Jugendliche Fragen zu den Gewerken – ein Zeichen, dass unsere Erfahrungen für sie bei der Berufsorientierung wichtig sind. Das freut uns natürlich.“


Lesen Sie hier in unserer zweiten Ausgabe der HandwerkerZeitung!