Burger Impossible – Fleischgenuss ganz ohne Fleisch?



27.05.2019

Weltweit wird immer mehr Fleisch gegessen – mit Folgen für unsere Umwelt: Denn die Produktion von Fleisch verbraucht gegenüber pflanzlichen Lebensmitteln überdurchschnittlich viel Boden und Wasser. Zudem verursacht die Viehwirtschaft fast 15 Prozent der globalen Klimagase.


Viele Menschen sind deshalb bereit, ganz oder teilweise auf Fleisch zu verzichten. Andere suchen nach Möglichkeiten, „Fleisch“ ganz ohne Fleisch zu genießen – beispielsweise mit einem saftigen Impossible Burger.

Leckerer Burger mit einer "Impossible" Fahne auf dem Teller

Zu diesen zählt der Biochemiker Patrick O. Brown von der Stanford University in Kalifornien. Er gründete 2011 das Unternehmen „Impossible Foods“ (was so viel bedeutet wie: unmöglich herzustellendes Essen). Sein Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, aus pflanzlichen Zutaten „Fleisch“ herzustellen, das gut für den Menschen und gut für die Umwelt ist.

Tatsächlich konnte im Juli 2016 erstmals der „unmögliche Burger“ („Impossible Burger“) vorgestellt werden, der vollständig aus Pflanzen hergestellt wird und doch so aussieht, duftet und schmeckt als wäre er aus Rinderhackfleisch. Noch im selben Jahr nahmen einzelne Restaurants in New York und Kalifornien den Burger auf ihre Speisekarte. Heute ist dieser bereits in rund 3.000 Restaurants in den USA und Hongkong und ist voraussichtlich auch bald im Einzelhandel erhältlich.

Der pflanzliche Burger soll dabei nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch gesünder als ein Burger aus Rindfleisch sein. Er enthält mehr Eiweiß und weniger Fett und ist nicht mit Antibiotika aus der Tierzucht belastet.

Leckerer Burger halbiert in den Händen gehalten. Er schont die Umwelt und ist gesünder als ein Burger aus Rindfleisch.

Doch woraus besteht er eigentlich? Und schmeckt er tatsächlich wie Fleisch? Auf der Zutatenliste stehen Proteine aus Weizen und Kartoffeln, Kohlenhydrate aus Konjakwurzeln und Fette aus Kokosnussöl. Ganz entscheidend für die Ähnlichkeit zum Fleisch ist aber ein Stoff, der sich „Häm“ nennt und den die Wissenschaftler des Unternehmens aus einer eigens entwickelten Hefe gewinnen. Häm ähnelt in seinen Eigenschaften dem Hämoglobin, also dem Stoff, der Fleisch seine typische rote Farbe, Geruch und Geschmack verleiht.

Könnte so die Zukunft unserer Ernährung aussehen? Nicht Insekten oder Algen als Proteinlieferanten, sondern Pflanzen, die so zubereitet werden, dass wir auch beim Reinbeißen das Gefühl und den Geschmack von Fleisch haben?

In jedem Fall wird zum Burger aber auch zukünftig ein gutes Brötchen vom Innungsbäcker gehören. Und das kommt schon jetzt ganz ohne tierische Zusatzstoffe aus.

Quelle: www.innungsbaecker.de
Bild: MEV Verlag GmbH


Kurz vor Weihnachten erschien die 4. Ausgabe der HandwerkerZEITUNG.